Georg Brunner: Dorfstraße

GEORG BRUNNER *)
(aktiv 1. Hälfte 20. Jahrhunderts)
ohne Titel („Dorfstraße“) (1924)
Farbholzschnitt, ca. 20 x 19 cm

Neuerwerbung April 2026

*) Das Blatt ist mit „Gg. Brunner 24“ signiert.

Höchstwahrscheinlich handelt es sich um den Künstler Georg Brunner, der im Buch
„Es ist eine Lust zu leben! Die 20er Jahre in Regensburg“
(Kunst- und Gewerbeverein Regensburg e.V., Peter Morsbach Verlag, 2009)
als Schüler von Karolina Ammer genannt wird.
Hierfür spricht die deutliche stilistische Nähe zu Arbeiten von Lina (Karoline) Ammer, vgl. https://www.wolfgang-barina.de/bdh/?tag=lina-ammer.

In zweiter Linie kommt der namensgleiche Künstler Georg Brunner aus Fürth bzw. Nürnberg in Betracht, vgl. https://www.fuerthwiki.de/wiki/index.php?title=Georg_Brunner, von dem aber keine Vergleichsarbeiten vorliegen.

Hinweise und Kommentare hierzu sind herzlich willkommen.

Der wurstende Roland

Wolfgang Barina
DER WURSTENDE ROLAND
(Roland Reichelt, genannt „Der Metz“)
Farbholzschnitt von 6 Druckplatten, 18,5 x 29 cm

März 2026

In memoriam Metzgermeister Roland Reichelt, dessen Lebensmotto „Möglichst viel von allem und zwar sofort“ lautete. Er hat stets versucht, das Leben rechts und links gleichzeitig zu überholen und ist mit turbulent zunehmender Geschwindigkeit in eine Umlaufbahn um den Erdball geraten, die er 2015 nach zahlreichen Stationen unter anderem in Frankfurt, Nürnberg, Costa Rica, Tonga und den USA im südafrikanischen Durban abrupt verlassen musste. Sofern man ihn in den Himmel eingelassen hat, werden die Engel und Heiligen von seiner Fleischwurst schwärmen, längst wird er Hoflieferant des Allerhöchsten für Fleisch und Wurst sein. Falls man ihn aber weggeschickt hat, brät er über dem Fegefeuer mit gleicher Freude Rostbraten exklusiv für den Leibhaftigen.