Wort des Tages (1 und 2)

10. Januar 2017

  • Real gerade erlebt: SENIORENGYMASTIK. Puh, aber da kommen wir alle mal hin.
  •  Gestern im TV innerhalb einer Doku über die Drehorte von „Der Dritte Mann“ in Wien: KANALFORELLE. Daraus könnte  man ein Rätsel machen, aber wahrscheinlich ist das doch zu einfach. Guten Appetit und Mahlzeit bei diesem Leckerbissen aus Nachkriegsmangelzeiten.

Kein Freihandelsabkommen mit den USA!

22. Januar 2014

Egal von welcher Seite man es betrachtet, die Aussicht auf das von der EU derzeit verhandelte Freihandelsabkommen mit der USA bereitet mir und vielen anderen Mitbürgern großes Unbehagen. Hauptbedenken sind Intransparenz und geheime Verhandlungsführung und dass von den Lobbyisten in Brüssel die Befürchtungen und Interessen der einzelnen Bürger und der Zivilgesellschaft hinter die Profitinteressen global operierende Konzerne zurückgestellt und demokratische Legitimations- und Beteiligungprozesse ausgehebelt werden (Stichworte: Investoren- vor Verbraucher- und Umweltschutz, Fracking, Gentechnik, industrielle Lebensmittel).

Ich schließe mich den Befürchtungen und Forderungen nach mehr Transparenz und Aussetzung der Verhandlungen in Zeiten der NSA- und anderen Skandale an und habe bereits den Appell unter https://www.campact.de/ttip/ unterzeichnet.

Die WEIDA-Saga (3)

Es gibt ein Leben nach Frau Wolf.  Nur die Speisekarte ist neu und die Abtrennung zum ehemaligen Raucherseparéé ist weg. Sonst nix umgebaut, nix überstrichen. Wahrscheinlich ist alles mit desinfizierendem Klarlack überzogen und gäste- und genehmigungsbehördensicher mumifiziert.  Allerdings fehlt auf dem Klo der Kleiderständer, dafür gibt es eine Neuerung:

PS: Herr und Frau Wolf waren als Gäste anwesend.

Winzer an Primör: Monarch 2012

Mucsi/Ungarn, 27. September 2012:

Nach 10 Tagen auf der Maische endlich den neuen Jahrgang abgepresst und in ein niegelnagelschickes kleines Barrique-Fass abgefüllt.

Ausgangswerte: um die 110 Grad Oechsle bzw. 20-21 Grad KNM.
Endwerte: Farbe, Farbe, Farbe, Kirsch, Kirsch, Kirsch.

Man ist stolz. Jetzt noch 1 Jahr warten …..

Überraschende Empfehlung

21. Mai 2012

Mehr als Jauch und Sarrazin im TV verdattert mich die überraschende Empfehlung meiner mehr als geschätzten und überaus heilkräftigen Krankengymnastin vom letzten Freitag, ich solle doch mal die „Junge Freiheit“ lesen. Das sei die einzige Zeitung, in der noch was Vernünftiges drin stünde….. Wie ich damit umgehe, weiß ich noch nicht. Andere Krankengymnastin?

Aber es schwant mir, dass auch vollständig ohne Jauch und Sarazzin gewisse Thesen und Denkweisen sehr weit in der „Mehrheits“- und Normalgesellschaft angekommen sind, vor allem bei Jüngeren. Wie man den Leserbriefen des Blattes im www entnehmen kann, auch mit den üblichen antisemitischen, antiislamistischen und schwulenfeindlichen Beimischungen. Und vor allem mit erheblichem und unverblümten Hass auf einen so bezeichneten linksliberalen Multikulturalismus. Das zwingend nächste Schimpfwort und Feindbild sind dann die (Alt)“achtundsechziger“, die der Mehrheitsgesellschaft (offenbar ein zentraler Begriff des aktuellen Neonationalismus, vgl. auch Ungarn) ihr „krankes Weltbild“ aufzwängen. Dass dann das Ganze noch mit Antikapitalismuskritik durchsetzt ist und EU-feindlich macht es auch nicht besser.

Die wütende und teils sehr aggressive Rhetorik erinnert mich allerdings auch stark an den Generationenkonflikt der 60er Jahre, der dann in bekannter Weise eskalierte, mit dem Ergebnis des teilweisen gesellschaftlichen Umbaus und Umdenkens, das nun wieder von den Jüngeren vehement verweigert wird. Manchmal glaube ich, dieser Aspekt ist fast wesentlicher als die dusseligen Thesen von Sarazzin und die Frage „wie halte ich es mit den Salafisten“.

Wenn wir da keine guen Antworten finden und genauso rigide und verbarrikadiert wie unsere Eltern reagieren, werden wir auch nicht weiter kommen als die.

Neues von der OB-Wahl: Klinkentiger putzt Wahnsinn

23. März 2012

Leuten, die partout nicht Boris Rhein wählen wollen, werden jetzt über halbseitige Anzeigen in der FR Motive und Argumente frei Haus geliefert. Da wird mir nur noch schlecht und ich brauch‘ einen dreifachen Feldmannerlunder. Das ist doch einfach pervers. Warum soll ich denn das nächste Mal noch Grün wählen? Da kann ich doch direkt mein Kreuz bei der CDU machen. Übrigens gab es in BW ja namhafte grüne Politiker, die in die CDU gewechselt sind. Herr Klinke, bitte konsequent sein und auf einer öffentlichen gemeinsamen PK mit Boris „Nicht-der-Koch“ Rhein einen Mitgliedsantrag unterschreiben! Möglichst noch vor der OB-Wahl! Nicht so witzig? Geschenkt, aber ein ordentliches „G’schmäckle“ hat es wenigstens, wenn bestens in die real existierenden schwarz-grünen Macht- und Förderstrukturen vernetzte Kulturunternehmer solche Wahlempfehlungen abgeben. Jedem ist der Arsch natürlich näher als die Hose, aber hier droht ein absoluter Reputations- und Glaubwürdigkeitsverlust. Wie blöd kann man eigentlich werden ohne es selbst zu merken, wenn man lange genug in solchen Kreisen verkehrt? Grüne und Klinke auf dem Weg über die Lemmingklippe zum freifallenden Ansehensverlust. Ein Trauerspiel, dass die Grünen bei den nächsten Wahlen teuer bezahlen werden. Wenn sie da nicht schon auf zwei unterschiedliche Listen verteilt kandidieren.

Ganz von tief unten aus dem Bauch noch die Frage: was hätte eigentlich Matthias Beltz gesagt? Aber warum frage ich, mir war ja schon schlecht.

Kommenden Sonntag Peter Feldmann wählen!

19. März 2012

Ich oute mich: Am kommenden Sonntag bekommt Peter Feldmann (SPD) meine Stimme bei der Stichwahl zum Oberbürgermeister. Ein Leben lang habe ich grün gewählt und auch grün gemeint. Aus Mitleid für die Grünen Boris Rhein wählen kommt aber nicht in Frage.

Ein Ziehkind der hessischen CDU a la Koch, Wagner, Bouffier bekommt von mir grundsätzlich keine Stimme. Schwarz-Grün mit Petra Roth: ein Experiment, mit Bauchweh ertragen. Schwarz-Grün mit Boris Rhein: nicht mit mir.

Die Grünen haben das Prinzip Machterwerb und Machterhalt in Frankfurt zu Lasten prinzipienfester Sachpolitik überreizt. Spätestestens das Wegtauchen beim Flughafenausbau war unakzeptabel. Ein SPD-Oberbürgermeister ohne Mehrheit im Stadtparlament muss den Konsens mit allen anderen Parteien suchen. Gut möglich, dass er kaum anders agieren kann als ein schwarz-grüner OB es tun würde. Aber die Beinfreiheit der Grünen wird größer: mit einem von den Grünen mitgetragenen OB Boris Rhein werden sie auf Dauer in die Koalitionsraison einbetoniert, unglaubwürdig und beinahe unwählbar. Davor sollte man sie schützen. Nicht Boris Rhein, sondern Peter Feldmann ist die Chance für die Grünen.

Die WEIDA-Saga (1)

9. Februar 2012

Bericht eines Freundes aus dem WEIDA vom 8. Februar 2012:

„Gestern haben wir gefroren, es lief wieder dieser Honnywell-Heizlüfter. Als die Wirtin den dann Richtung Füße des Nachbartischs drehte, haben wir heimlich den Radiator, der im Fenster steht, im Betrieb genommen. Darauf fiel die Sicherung dann ein paar Mal aus, mords Gaudi!

Ob ich meine ganzen Kinder mitgebracht hätte, fragte sie noch, weil die Kollegen so jung waren. Inzwischen sind sie aber ganz schön gealtert.“