{"id":136,"date":"2018-05-03T08:45:57","date_gmt":"2018-05-03T06:45:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/?page_id=136"},"modified":"2018-05-14T09:57:48","modified_gmt":"2018-05-14T07:57:48","slug":"welche-rebsorten-baut-ihr-an","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/naq\/welche-rebsorten-baut-ihr-an\/","title":{"rendered":"Welche Rebsorte baut Ihr an?"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Rebsorte-Monarch.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium wp-image-146\" src=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Rebsorte-Monarch-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Rebsorte-Monarch-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Rebsorte-Monarch-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Rebsorte-Monarch.jpg 1000w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><strong>Monarch!\u00a0<\/strong>Wir haben uns f\u00fcr diese rote Sorte entschieden, weil sie im Vergleich zu anderen Rebsorten sp\u00e4t reif wird und deutlich weniger empfindlich gegen Pilzbefall ist,\u00a0 also gegen Mehltau, Falschen Mehltau und was sonst so die Winzer um den Schlaf bringt.\u00a0Bei so genannten &#8222;Resistenzz\u00fcchtungen&#8220; oder &#8222;PIWI-Sorten&#8220; (PIWI = pilzwiderstandsf\u00e4hig) wird die Pilzunempfindlichkeit unterschiedlicher Mutter- und Vaterpflanzen mit den Ertrags- und Geschmackseigenschaften anderer\u00a0 Sorten kombiniert. Dies geschieht durch Kreuzung und Selektion, nicht durch Gentechnik.\u00a0 Im konkreten Fall wurde 1988 die wei\u00dfe PIWI-Sorte &#8222;Solaris&#8220; mit dem allseits bekannten &#8222;Dornfelder&#8220; gekreuzt. Die entstandene neue Sorte bekam den\u00a0 Namen &#8222;Monarch&#8220;.<\/p>\n<p>Alle wichtigen Informationen zum Monarch sind in der sehenswerten &#8222;Traubenshow&#8220; auf dem Informationsportal zur Rebveredelung der Antes Weinbauservie GmbH, Heppenheim\/Bergstra\u00dfe, nachzuschlagen, bei wir unsere Pflanzen gekauft haben:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.traubenshow.de\/informationen-zu-rebsorten\/ertragsrebsorten-auswahl-in-deutschland-a-z\/236-m\/monarch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.traubenshow.de\/informationen-zu-rebsorten\/ertragsrebsorten-auswahl-in-deutschland-a-z\/236-m\/monarch,<\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr uns wichtig: die sp\u00e4te Reife und die Pilztoleranz. Im oft hei\u00dfen ungarischen Sommer werden manche wei\u00dfen Sorten bereits Ende August reif, kurz darauf auch die ersten roten. Ein Rotwein geh\u00f6rt aber irgendwie in den Herbst. Von den klassischen Sorten werden in Europa die meisten im Oktober reif. Unseren Monarch haben wir bislang immer gegen Ende September geerntet, Mitte Oktober ist er im Fass.<\/p>\n<p>Die Pilztoleranz erspart uns \u00fcber das Jahr viele Arbeitsg\u00e4nge und verringert den Einsatz von Spritzmitteln. Der Aufwand liegt bei 10-20% dessen was bei konventioneller Sorten (Sauvignon, Merlot, Portugieser, Kadarka u.v.a.) \u00fcblich ist, also bei 2 bis 3 Spritzungen im Jahr statt 10 bis 15.<\/p>\n<p>Jahrgangsunterschiedlich liefert der Monarch alles Denkbare zwischen einem stoffig-schwarzen und dichten Wein bis zu einer etwas helleren und leichteren Variante, die entfernt an Sp\u00e4tburgunder erinnert. Die Unterschiede bei den Jahrg\u00e4ngen sind markant, aber alle profitieren von der meist einj\u00e4hrigen Einlagerung in neue oder wenig gebrauchte getoastete Eichenf\u00e4sser (&#8222;Barrique&#8220;). Monarch l\u00e4sst sich sehr vorteilhaft mit Merlot zu einem Cuv\u00e9e kombinieren.<\/p>\n<p>Unser Monarch steht auf der so genannten &#8222;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Unterlagsrebe\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Unterlagsrebe<\/a>&#8220; SO4. Wurzelunterlagen sind im Weinbau &#8211; \u00e4hnlich wie bei Rosen &#8211; ein wichtiges, teils sogar existentielles Thema, s. den angegebenen Link. SO4 ist m\u00f6glicherweise f\u00fcr das starke und schnelle Pflanzenwachstum unserer St\u00f6cke verantwortlich und evtl. f\u00fcr unsere Bedingungen nicht ganz geeignet (s.a. <a href=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/2018\/05\/13\/13-mai-2018-unscharfe-fotos-klare-linie-es-geht-weiter-nach-oben\/\">Beitrag vom 13.5.2018<\/a>). Wir hatten aber keine andere Wahl, es gab die Setzlinge nur mit diesen Wurzeln.<\/p>\n<p>Gelegentlich probieren wir uns an der Herstellung von Wei\u00dfweinen aus in der Gegend gekauften Trauben. Das stellt sich aber &#8211; auch entgegen unserer eigenen urspr\u00fcnglichen Vorstellungen &#8211; als ungleich anspruchsvoller dar als die Herstellung von Rotwein. Moderner Wei\u00dfwein wie wir ihn alle aus dem Supermarktregal kennen und vor allem auch gewohnt sind ist fast ein lebensmitteltechnologisches Hightech-Produkt (Filtration, Temperaturkontrolle in allen Phasen der Vinifizierung, Fehlerbeseitigung usf.). Das ist schwer in kleinem Ma\u00dfstab\u00a0 nachzubasteln. Rotwein ist dagegen per se im Herstellungsprozess n\u00e4her an der urspr\u00fcnglichen Form der Weinherstellung. Normalerweise wird nicht so viel dran rumgefrickelt wie bei Wei\u00dfwein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monarch!\u00a0Wir haben uns f\u00fcr diese rote Sorte entschieden, weil sie im Vergleich zu anderen Rebsorten sp\u00e4t reif wird und deutlich weniger empfindlich gegen Pilzbefall ist,\u00a0 also gegen Mehltau, Falschen Mehltau und was sonst so die Winzer um den Schlaf bringt.\u00a0Bei &hellip; <a href=\"https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/naq\/welche-rebsorten-baut-ihr-an\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":93,"menu_order":8,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/136"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=136"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/136\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":191,"href":"https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/136\/revisions\/191"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/93"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=136"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}