{"id":16654,"date":"2004-12-29T20:54:17","date_gmt":"2004-12-29T18:54:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/bdh\/?p=16654"},"modified":"2024-10-16T20:57:49","modified_gmt":"2024-10-16T18:57:49","slug":"zum-3-frankfurter-singalong-mit-j-s-bach-weihnachtsoratorium","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/bdh\/?p=16654","title":{"rendered":"Zum &#8222;3. Frankfurter Singalong\u201c mit J.S. Bach WEIHNACHTSORATORIUM"},"content":{"rendered":"<h4><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-16657\" src=\"https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2004\/12\/singalong.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"327\" srcset=\"https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2004\/12\/singalong.jpg 250w, https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2004\/12\/singalong-229x300.jpg 229w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>29. Dezember 2004<\/strong><\/h4>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Von dieser zum dritten Mal in Frankfurt stattfindenden Veranstaltung berichtete ich mit gemischten Gef\u00fchlen. Ich kann mir das tendenziell Gute, aber auch das Schreckliche daran sehr gut vorstellen. Man muss es ja nicht immer zu eng sehen, aber eine solche Szenerie vertausend-\u201eaua\u201c-t das, was an Bach ohnehin schon oft falsch gemacht wird: eine zu gro\u00dfe Besetzung wird nochmals dramatisch vergr\u00f6\u00dfert. Nat\u00fcrlich ist auch dieser Denkansatz schief, denn die Grundlage unserer heutigen Chorpraxis ist nun einmal die Kantorei, der b\u00fcrgerliche Gesangverein des 19. Jahrhunderts. Das hat gleich sowieso nichts mit der Welt zu tun, in der Bach lebte und arbeitete. Ob da denn nun 80 oder 600 mitsingen, macht es auch nicht fundamental anders, wird aber hier vielleicht etwas ungl\u00fccklich am falschen Werk exerziert. Und die Einbeziehung des Publikums, also der Gesamtheit der in einem gro\u00dfen Raum Anwesenden in das Musizieren hat durchaus etwas Faszinierendes, von Dynamik, Lautst\u00e4rke und Raumklang beginnend bis zu egalit\u00e4r-demokratischen Aspekten gedacht. Denn wie hei\u00dft es doch alle Jahre wieder: \u201eAUCH DIE ARIEN K\u00d6NNEN MITGESUNGEN WERDEN\u201c.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">An dieser Stelle, und da bin ich mir jetzt aber ganz sicher, hei\u00dft es Abschied nehmen von k\u00fcnstlerisch-interpretatorischen Werten und lustvoll eintauchen in ein musikalisches Massenspektakel, dessen oberstes Ziel als erreicht gelten kann, wenn es nach oder w\u00e4hrend \u201eHerrscher des Himmels, erh\u00f6re das Lallen\u201c im Rund der Kirche St. Bernhardt zu einer spontanen \u201eLa ola\u201c-Bekundung kommt oder im Anklang an \u201eRuu-uu-di V\u00f6ller\u201c dem Dirigenten mit \u201eThoo-oo-mas Hanelt\u201c gehuldigt wird.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">PS: Das n\u00e4chste Massenspektakel in Frankfurt vor dem 4. Singalong, der Frankfurt-Marathon 2005, findet am 30.10.2005 statt. Das n\u00e4chste Heimspiel der Eintracht ist am Montag, den 24.1.2005, um 20.15 Uhr gegen Alemania Aachen. Bitte nicht alle DSF schauen! Vielleicht kann sich ja ein Teil der Mitwirkenden des Singalong im wundersch\u00f6nen neuen Stadion einfinden und die Aachener Spieler abwechselnd mit \u201eSchlafe, Du Abwehr, genie\u00dfe der Ruh\u201c einlullen und mit \u201eJauchzet, frohlocket\u201c die eigene Mannschaft auf Wolke 7 singen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>29. Dezember 2004 Von dieser zum dritten Mal in Frankfurt stattfindenden Veranstaltung berichtete ich mit gemischten Gef\u00fchlen. Ich kann mir das tendenziell Gute, aber auch das Schreckliche daran sehr gut vorstellen. 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