{"id":11518,"date":"2020-09-09T10:51:29","date_gmt":"2020-09-09T08:51:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/bdh\/?p=11518"},"modified":"2021-06-13T07:48:07","modified_gmt":"2021-06-13T05:48:07","slug":"kantina-korana-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/bdh\/?p=11518","title":{"rendered":"Kantina Karantena (6)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Rezepte und Geschichten aus der\u00a0<em>h\u00e1zi karant\u00e9n<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Tag 6<br \/>\n<\/strong>(8. September 2020)<\/p>\n<p>Ein aus kulinarischer Sicht \u00fcberschaubarer Tag, der die Polizeikontrolle heute erst um 10:45 Uhr sieht.<\/p>\n<p>Ein geschenkt bekommen gehabter Gasgrill wird gewienert und zusammengebaut. Darauf werden am sp\u00e4ten Nachmittag die 3 aufgetauten <strong>Leiterchen<\/strong> liegen, die noch im \u00f6sterreichischen Bruck an der Leitha(!) zu uns gesto\u00dfen sind. Dazu wird es den mit <strong>gr\u00fcnen Bohnen<\/strong>\u00a0 verl\u00e4ngerten Rest vom <strong>Kartoffelsalat<\/strong> vom Sonntag geben, zwei mit<strong>gegrillte Paprikaschoten<\/strong>, ein paar L\u00f6ffel der <strong>mexikanischen Sauce<\/strong>, auf die wir schon neugierig sind und etwas<\/p>\n<p><strong>Tsatsiki:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>2 nicht allzugro\u00dfe Salatgurken sch\u00e4len, l\u00e4ngst halbieren, gro\u00dfe Kerne entfernen<\/li>\n<li>Gurken auf der Reibe in eine Sch\u00fcssel raffeln<\/li>\n<li>x oder mehr Knoblauchzehen sch\u00e4len und auf die Gurken pressen<\/li>\n<li>2 kleine Becher Sauerrahm (hier \u201etejf\u00f6l\u201c) und oder griechischen Joghurt dazu geben<\/li>\n<li>salzen und gut umr\u00fchren<\/li>\n<li>Oliven\u00f6l wird man ohnehin sp\u00e4ter auf das Tsatsiki in Portionssch\u00e4lchen als Dekoration geben, es ergibt aber einen runderen Geschmack, wenn man jetzt schon vorab etwas davon einarbeitet.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Tsatsiki ist schnell gemacht und wandert bis zum Essen in den K\u00fchlschrank.<\/p>\n<p>Der Tag vergeht dann auch ohne \u00fcberzogenes Marathonkochen von ganz alleine. Gelegenheit, einer Sache nachzugehen, die gestern in den Sinn kam. Es gibt n\u00e4mlich f\u00fcr den Fall des Nahrungsmittelnotstandes auf dem Acker oberhalb durchaus noch etwas, sogar eine angesagte Trenddelikatesse, an die noch niemand gedacht hat: Hier hei\u00dft sie \u201e<strong>csics\u00f3ka<\/strong>\u201c, im alten deutschen Dorfdialekt \u201eKuhbirnen\u201c, in der Frankfurter Kleinmarkthallte aber \u201eTopinambur\u201c. Oha, wie kommt das jetzt hierher und wer baut das an?\u00a0 Die Antwort ist recht skurril: niemand baut das an. Aber auch genauso niemand bekommt das Zeug, das vor dem 2. Weltkrieg \u00fcberall im Dorf als Viehfutter galt, aus den B\u00f6den.<\/p>\n<p>Jahr f\u00fcr Jahr wachsen auch nach 80 Jahren aus noch so klein gepfl\u00fcgten und geeggten Knollen mitten im Getreide, im Mais, zwischen den Sonnenblumen neue Topinamburpflanzen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-11519\" src=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KuK-Topi-Pflanzen-zwischen-Mais.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"562\" srcset=\"https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KuK-Topi-Pflanzen-zwischen-Mais.jpg 1000w, https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KuK-Topi-Pflanzen-zwischen-Mais-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KuK-Topi-Pflanzen-zwischen-Mais-768x432.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>Alles Gr\u00fcne auf dem Foto sind Topinamburpflanzen, die am Rande eines Ackers den im Hintergrund bereits gelb werdenden Mais verdr\u00e4ngt haben.<\/p>\n<p>Leider ist nicht mehr zu ermitteln, ob es hier im Dorf jemals eine Tradition gab, Topi in der K\u00fcche zu verwenden. Die Barina-Vorfahren, eine Familie Hambuch, haben \u201esowas\u201c jedenfalls nicht\u00a0gegessen, das \u201ewar doch f\u00fcr die K\u00fche und Schweine\u201c. Heute bleiben die Pflanzen im Dorf g\u00e4nzlich unbeachtet, so dass niemand sagen kann, wie sie schmecken oder wann eine gute Erntezeit ist.<\/p>\n<p>Am Ende des Tages sind wir heute nicht weitergekommen bei dieser Frage, wir werden zu anderen Jahreszeiten noch einmal mit Hacke und Spaten graben m\u00fcssen. Es steht zwar tats\u00e4chlich alles voller Pflanzen, die sehr entfernt \u00e4hnlich aussehen und bl\u00fchen wie Sonnenblumen, aber die Wurzelknollen sind jetzt Anfang September leider nur maximal so gro\u00df wie ein sehr kleiner menschlicher Finger.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-11520\" src=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KuK-Topi-Knollen.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"562\" srcset=\"https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KuK-Topi-Knollen.jpg 1000w, https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KuK-Topi-Knollen-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/KuK-Topi-Knollen-768x432.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>An diesen kleinen Knollen herumzusch\u00e4len lohnt sich kaum. \u00a0Wann sie so gro\u00df sein werden wie etwa eine Pflaume oder Kiwi m\u00fcssen wir jetzt noch herausfinden, bevor wir etwas dazu sagen k\u00f6nnen wie sie schmecken und wie man sie am Besten verarbeitet. Unter anderem \u00fcbrigens auch eventuell zu Schnaps. Ein Nachbar hat das einmal mit Erfolg praktiziert, aber ist wegen des Aufwands davon abgekommen. S\u00e4ubern der Knolle, zermahlen und Aufschluss der mit Zucker verwandten St\u00e4rken, die dann bei der Verg\u00e4rung den Alkohol bilden, mit Enzymen waren ihm einfach zu viel, auch wenn der Schnaps am Ende extrem lecker schmeckte.<\/p>\n<p>Es bleibt also am sp\u00e4ten Nachmittag beim Rest von Kartoffelsalat, mexikanischer Sauce, Tsatsiki, gegrillter Paprika und Leiterchen:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Kuk-leiterchen-gegrill.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-11521\" src=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Kuk-leiterchen-gegrill.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"645\" srcset=\"https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Kuk-leiterchen-gegrill.jpg 1000w, https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Kuk-leiterchen-gegrill-300x194.jpg 300w, https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Kuk-leiterchen-gegrill-768x495.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dazu gibt es Merlot-Monarch-Cuvee 2017 vom Weingut Barina, Mucsi, den mit der geh\u00f6rnten Biene auf dem Etikett (kein Wolpertinger!):<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Kuk-Cuvee-2016.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-11522\" src=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Kuk-Cuvee-2016.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"874\" srcset=\"https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Kuk-Cuvee-2016.jpg 500w, https:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Kuk-Cuvee-2016-172x300.jpg 172w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rezepte und Geschichten aus der\u00a0h\u00e1zi karant\u00e9n Tag 6 (8. 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