{"id":41,"date":"2018-04-02T07:10:06","date_gmt":"2018-04-02T05:10:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/?p=41"},"modified":"2024-01-27T11:31:46","modified_gmt":"2024-01-27T10:31:46","slug":"2-april-2018-fuchsbremse-sticht-saftstau","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/2018\/04\/02\/2-april-2018-fuchsbremse-sticht-saftstau\/","title":{"rendered":"2. April 2018 &#8211; Fuchsbremse sticht Saftstau"},"content":{"rendered":"<h6>&lt;Gr\u00f6\u00dfere Abbildungen durch Anklicken der Fotos&gt;<\/h6>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-25\" src=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/trauben-e1524373364204.jpg\" alt=\"\" width=\"50\" height=\"60\" \/><a href=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/2018-04-02-9-blog.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright wp-image-45 size-medium\" src=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/2018-04-02-9-blog-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/2018-04-02-9-blog-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/2018-04-02-9-blog-768x576.jpg 768w, http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/2018-04-02-9-blog.jpg 1000w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die letzten Reihen sind gebogen und gebunden, fehlende Dr\u00e4hte eingezogen. Wenn das Wetter so sonnig und trocken wie heute bleibt, wird bald noch eine Runde Schwefel und Kupfer auf Triebe und Knospen gespr\u00fcht, dann ist hier erst einmal Schicht bis Juni.<\/p>\n<p>Gleich mal aufgemerkt: Schwefel und Kupfer sind voll \u201ebio\u201c! Schwefel vergrellt die Blattgallmilben, die in den Knospen \u00fcberwintern und reduziert damit sp\u00e4ter ein wenig die von diesen unsichtbaren Tierchen verursachten Blattsch\u00e4den (\u201ePocken\u201c). \u201eEin wenig\u201c deutet an, dass das Prinzip Hoffnung Teil des Pflanzenschutzes ist. Und Kupfer um diese Zeit einzusetzen, droht auch nur ein wenig und wenig wirksam dem Echten und Falschen Mehltau \u00fcber eine unbestimmte kalendarische Distanz hinweg, muss diesem aber sp\u00e4ter nicht einmal tats\u00e4chlich wehtun. Solange n\u00e4mlich \u00fcberhaupt noch keine Mehltau-Sporen unterwegs und Bl\u00e4tter an den Pflanzen sind, an denen sie sich festsetzen k\u00f6nnen, ist die Kupferspritzung mehr eine psychologische Ma\u00dfnahme f\u00fcr den Winzer.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/2018-04-02-2-blog.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright wp-image-43 size-medium\" src=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/2018-04-02-2-blog-300x248.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"248\" srcset=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/2018-04-02-2-blog-300x248.jpg 300w, http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/2018-04-02-2-blog-768x634.jpg 768w, http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/2018-04-02-2-blog.jpg 1000w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zum Biegen und Binden sei noch erw\u00e4hnt, dass wir die so genannten \u201eBogreben\u201c nicht mehr wirklich rund und \u00fcber den \u201eBiegedraht\u201c nach unten biegen und binden, sondern auf einem h\u00f6heren Draht flach verlaufen lassen. Das ist eigentlich nicht ganz fachm\u00e4nnisch und Pfusch. Denn wir verzichten auf einen gewissen Effekt mit dem legend\u00e4ren Namen \u201eSaftstau\u201c. Aus der Wurzel gelangen die N\u00e4hrstoffe durch feine Kapillaren in die Knospen und sp\u00e4ter in die Bl\u00e4tter und Trauben. Leider hat dabei die am Ende der Bogrebe sitzende und am weitesten vom Stamm entferne Knospe einen strategischen Vorteil, sie bekommt am meisten Nahrung ab. Der Saft aus den Wurzeln rauscht hingegen an den davor gelegenen Knospen im Sauseschritt vorbei und l\u00e4sst sie weniger gut versorgt zur\u00fcck als die Mutter aller Knospen am Ende der Nahrungskette. Wenn man nun die Rebe am Anfang biegt und die Fl\u00fcssigkeitsleitungen etwas quetscht und verengt, l\u00e4uft der Saft insgesamt langsamer und die zum Stock gelegenen Knospen k\u00f6nnen besser einen Schluck davon abhaben als ohne den \u201eSaftstau\u201c.<\/p>\n<p>Soweit die Theorie, jetzt die Praxis: wenn wir vorschriftsm\u00e4\u00dfig nach unten biegen h\u00e4ngen sp\u00e4ter die reifen Trauben auf einer H\u00f6he, auf der sich Fuchs und Dachs noch nicht einmal auf die Hinterbeine stellen m\u00fcssen, um uns die Ernte wegzufressen. Daher haben wir entschieden darauf zu verzichten und etwas h\u00f6her zu gehen. Jetzt m\u00fcssen Grimbart und der Reineke sich schon etwas mehr anstrengen, wenn sie bei uns im Herbst klauen wollen. Und daran denkt man dann auch schon mal am 2. April.<\/p>\n<p>Merke, lerne und staune: es werden nicht nur zwischen 11:42:42 und 11:42:52 Uhr des gleichen Tages \u2013 innerhalb von Sekunden \u2013 Effekte und Gewinne erzielt. Vieles braucht Zeit und Geduld. Weinbau ist gelebte Entschleunigung.<\/p>\n<p>Wie viele gute Gr\u00fcnde es aber f\u00fcr unsere Saftstau-Abstinenz gibt zeigen zwei innerhalb von 48 Stunden nach Verfassen dieser Notizen in der Nacht entstandene Fotos. Der Fressfeind schickt seine Sp\u00e4ter: Fuchs erst einmal nur auf dem Vorbeimarsch, der Dachs\u00a0hingegen betrachtet wie zur Verh\u00f6hnung unserer Ma\u00dfnahmen schon einmal unseren Rebenaufbau auf der rechten Seite des Fotos und rechnet sich aus wo sp\u00e4ter die Trauben h\u00e4ngen werden.<\/p>\n<div id=\"attachment_48\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/2018-04-04-fuchs-blog.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-48\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-48 size-full\" src=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/2018-04-04-fuchs-blog.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"340\" srcset=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/2018-04-04-fuchs-blog.jpg 1000w, http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/2018-04-04-fuchs-blog-300x102.jpg 300w, http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/2018-04-04-fuchs-blog-768x261.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-48\" class=\"wp-caption-text\">Fuchs, 4. April 2018, 22:14 Uhr<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_47\" style=\"width: 1010px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/2018-04-05-dachs-blog.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-47\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-47 size-full\" src=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/2018-04-05-dachs-blog.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"418\" srcset=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/2018-04-05-dachs-blog.jpg 1000w, http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/2018-04-05-dachs-blog-300x125.jpg 300w, http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/2018-04-05-dachs-blog-768x321.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-47\" class=\"wp-caption-text\">Dachs, 5. April 2018, 0:18 Uhr<\/p><\/div>\n<h5><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&lt;Gr\u00f6\u00dfere Abbildungen durch Anklicken der Fotos&gt; Die letzten Reihen sind gebogen und gebunden, fehlende Dr\u00e4hte eingezogen. Wenn das Wetter so sonnig und trocken wie heute bleibt, wird bald noch eine Runde Schwefel und Kupfer auf Triebe und Knospen gespr\u00fcht, dann &hellip; <a href=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/2018\/04\/02\/2-april-2018-fuchsbremse-sticht-saftstau\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=41"}],"version-history":[{"count":10,"href":"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":644,"href":"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41\/revisions\/644"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=41"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=41"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/wein2018\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=41"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}