{"id":818,"date":"2019-07-07T18:02:00","date_gmt":"2019-07-07T18:02:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/?p=818"},"modified":"2019-07-08T06:22:05","modified_gmt":"2019-07-08T06:22:05","slug":"test","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/?p=818","title":{"rendered":"Von der roten Mainquelle abw\u00e4rts (Etappe 4)"},"content":{"rendered":"<p><strong>6. Juli 2019<\/strong><\/p>\n<p>Am Ende des Tages W\u00fcrzburg, holterdipolter auf den letzten Dr\u00fccker mit einer kalten Flasche Bier in den Regio nach Frankfurt. Gleis 10, Aufzug kaputt, gepacktes Rad die Treppe hoch. Bis hierher zu kommen war am Morgen auch eine M\u00f6glichkeit, wenn auch eher eine entfernte.<\/p>\n<p>Der Tag beginnt in Schweinfurt dort wo das Fahrrad im 6. Stock eines Panorama-Hotels im Konferenzraum &#8222;Maintal&#8220; schlafen durfte und wo es ein Fr\u00fchst\u00fcck gibt, dem nichts mehr hinzuzuf\u00fcgen ist. F\u00fcr einen weiteren Anrichtetisch w\u00e4re in dem kantinengro\u00dfen Raum ohnehin kein Platz gewesen. Ich erg\u00f6tze mich an leckerem Gefl\u00fcgelwurstsalat, Senf-Curry-Gurken, gegrillten Paprika gelb-rot, Oliven, Mozzarella- und Tomatenscheiben mit wirklich gutem Oliven\u00f6l, es kann nicht deftig genug sein. Mohn-Aprikosenmarmeladen-Br\u00f6tchen mit laktosefreier Butter, Trauben, eine Banane, 3 Tassen Kaffee.<\/p>\n<p>Mehrfach versichere ich mich beim Fr\u00fchst\u00fcck dessen, was das Internet gestern schon\u00a0 gesagt hat. Da, wo ich vor W\u00fcrzburg und dem wahrscheinlichen Ende dieser Fahrt zum letzten Mal \u00fcbernachten k\u00f6nnte, gibt es nur noch in einem einzigen Hotel in Kitzingen Zimmer. Nicht aber in Volkach, Ochsenfurt, Marktbreit, Sommerach oder anderen Orten. Und das sagen nicht nur die \u00c4hb, sondern auch die Buchungsseiten der Gasth\u00e4user selbst. Klingt ernst.<\/p>\n<p>Festlegen auf Kitzingen will mich jetzt aber noch nicht und fahre tr\u00f6delig gegen 10.30 Uhr los, auch weil es gleich zwei Mal Boxenstopp in Fahrradgesch\u00e4ften gibt. Beim ersten ziehe ich mit geliehenem Werkzeug die falschen Schrauben am lockeren Lenker fest. Beim zweiten packt dann Gottseidank und kostenlos in Bergrheinfeld kompetentes Fachpersonal zu und streut geh\u00f6rig Spott \u00fcber meine verschlissene, beim Schalten gelegentlich durchrutschende Kette und die \u201cBremsbel\u00e4ge, ja Gott, wenn ich die Bremsbel\u00e4ge sehe, eijeijeijei \u2026\u201d. Der \u00fcbliche Schm\u00e4h halt, wie auch unter Motorradfahrern oder Wohnmobilbesitzern. Aber immerhin lobt man mein \u201dLC-75\u201d \u00fcber den gr\u00fcnen Klee: \u201cTolles Fahrrad\u201d, auch noch nach 15 Jahren. Und wer seit 60 Jahren Fahrrad f\u00e4hrt beherrscht sein Ger\u00e4t auch mit diesen M\u00e4ngeln. Schaltet sich halt wie ein alter &#8222;Bulldock&#8220; mit Zwischengas.<\/p>\n<p>Das kann erz\u00e4hlt werden, weil ja sonst in der ersten Stunde auf der l\u00e4ngeren Ausfahrt heraus aus Schweinfurt nur von Bahnunterf\u00fchrungen, Gewerbegebieten, K\u00fchlt\u00fcrmen, Staustufen, Tankstellen, Discounter-Filialen berichtet werden k\u00f6nnte. Allenfalls noch davon, dass das pragmatisch-praktische der deutschen Kleinst\u00e4dte und D\u00f6rfer auch heute wieder zu Tage tritt: \u201cSonderaktion: 21 Jahre Fr\u00fchst\u00fcck\u201d. Und warum soll eine Stra\u00dfe nicht \u201cNutzweg\u201d hei\u00dfen oder ein Schild \u201cWeg wird nicht gestreut\u201d auch im Sommer h\u00e4ngen bleiben?<\/p>\n<p>Der sch\u00f6nste Teil der Reise neben dem Abschnitt zwischen Bayreuth und Kulmbach beginnt dann aber doch endlich um Wipfeld und Unter- oder Obereisenheim herum. Es mehren sich die Weinberge, die irgendwann dann endlich ein nicht abrei\u00dfendes Band gr\u00fcner Rebzeilen bilden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0000.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-819\" src=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0000-768x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"720\" height=\"960\" srcset=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0000-768x1024.jpg 768w, http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0000-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0000.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Main hat zun\u00e4chst noch ein breites Tal, auf den kommenden 50 km beginnt er in etlichen engen Schlingen zu flie\u00dfen. Bis ganz am Ende auf Sommerhausen zu fallen die H\u00e4nge immer wieder oft auch steil direkt bis ans Ufer herab. Die allersteilsten Lagen, obschon noch deutlich erkennbar ehemalige kleinere Weing\u00e4rten, sind aber nicht mehr bestellt. Daf\u00fcr haben die trotz der Hangneigung noch mit modernem Ger\u00e4t zu bewirtschaftenden Rebfl\u00e4chen immense Ausdehnungen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0001.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-820\" src=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0001.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"750\" srcset=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0001.jpg 1000w, http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0001-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0001-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dass die Zeit nicht stillsteht erz\u00e4hlt auch der Wind, st\u00e4ndig liegt ein Hauch von Pflanzenschutzkombipr\u00e4paraten in der Luft. Im Tal immer auch wieder der bet\u00f6rende Duft von auf 30 Grad erw\u00e4rmter G\u00fclle. Es ist hei\u00df heute, wolkenlos. Im Flachen, wo kein Wein steht, Gem\u00fcseg\u00e4rtnereien, Mais, Spargel, Obstb\u00e4ume, Getreide, weite Wiese und einmal auch das Gold der fruchtbaren Ebenen: Zuckerr\u00fcben.<\/p>\n<p>Irgendwo unterwegs gehen in irgendwelchen \u00a0Flussvertikeln auf der anderen Seite Dettelbach und Escherndorf und auch ein Ausflugslokale verloren, in dem wir mal \u201cMeefischle\u201d gegessen haben. Leider kann man nicht auf beiden Seiten gleichzeitig fahren, trotz der vieler F\u00e4hren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/F\u00e4hre.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-821\" src=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/F\u00e4hre.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"750\" srcset=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/F\u00e4hre.jpg 1000w, http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/F\u00e4hre-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/F\u00e4hre-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auf Volkach zu wird mir die Gegend aber ohnehin vertrauter, wir waren mehrfach hier mit dem Auto, Wein kaufen, Kirchen und Kapellen betrachten, da kann Dettelbach gerne dr\u00fcben bleiben.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr kommen die kleineren und gr\u00f6\u00dferen Meister der fr\u00e4nkischen Kunst in den Sinn, die vorwiegend in der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts jede Stadtansicht im weiten Umkreis, jede Mainbiegung gezeichnet, graviert, in Holz geschnitten oder gemalt haben: die Schiestl-Br\u00fcder, darunter der fr\u00f6mmelnde Matthias, von dem ich schon Heiligenbilder in meinem Kommunionsgebetsbuch hatte und der 1903 auf einer feinsinnigen \u00fcbergro\u00dfen Lithografie gezeigt hat \u201cWie Albrecht D\u00fcrer auf seiner Reise nach den Niederlanden an Sulzfeld am Main vorbeif\u00e4hrt am 16. Juli 1520\u201d.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/schiestl-d\u00fcrer.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-822\" src=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/schiestl-d\u00fcrer.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"564\" srcset=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/schiestl-d\u00fcrer.jpg 800w, http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/schiestl-d\u00fcrer-300x212.jpg 300w, http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/schiestl-d\u00fcrer-768x541.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Versuch, Sulzfeld von der gegen\u00fcberliegenden Mainseite aus der gleichen Perspektive auf Foto zu bannen, misslingt. Das Ufer ist dicht bewachsen und kaum begehbar, mitten im Fluss sind aber vor allem mit hohen B\u00e4umen bewachsene l\u00e4ngliche Inseln, die es zu D\u00fcrers Zeiten kaum gegeben haben d\u00fcrfte und die m\u00f6glicherweise den Fluss am Laufen halten und das m\u00e4andern hindern sollen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0004.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-823\" src=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0004.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"770\" srcset=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0004.jpg 1000w, http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0004-300x231.jpg 300w, http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0004-768x591.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Sp\u00e4ter am Tag erwische ich dann aber immerhin einen freien Blick auf Frickenhausen<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0005.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-824\" src=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0005.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"769\" srcset=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0005.jpg 1000w, http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0005-300x231.jpg 300w, http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0005-768x591.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n<p>wie es Walter Romberg auf einer Radierung mit G\u00e4nsen dargestellt hat.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Walter_Romberg_Frickenhausen_Radierung_5888x.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-825\" src=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Walter_Romberg_Frickenhausen_Radierung_5888x.jpg\" alt=\"\" width=\"494\" height=\"407\" srcset=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Walter_Romberg_Frickenhausen_Radierung_5888x.jpg 494w, http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Walter_Romberg_Frickenhausen_Radierung_5888x-300x247.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 494px) 100vw, 494px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Kapelle \u201cMaria im Weingarten\u201d, noch \u00fcber Volkach, liegt zwar malerisch \u00fcber dem Radweg<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0002.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-large wp-image-826\" src=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0002-768x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"720\" height=\"960\" srcset=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0002-768x1024.jpg 768w, http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0002-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0002.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><\/a><\/p>\n<p>und ich sehe schon einen Holzschnitt von Richard Rother vor mir, den es aber nicht zu geben scheint, daf\u00fcr aber umso mehr andere Ausblicke aus Weinfranken.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Volkach-Winzer-am-Main-Holzschnitt-Richard-Rother-Kat-Volkach-Main.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-827\" src=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Volkach-Winzer-am-Main-Holzschnitt-Richard-Rother-Kat-Volkach-Main.jpg\" alt=\"\" width=\"607\" height=\"477\" srcset=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Volkach-Winzer-am-Main-Holzschnitt-Richard-Rother-Kat-Volkach-Main.jpg 607w, http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Volkach-Winzer-am-Main-Holzschnitt-Richard-Rother-Kat-Volkach-Main-300x236.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 607px) 100vw, 607px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit rollenden Gedanken \u00fcber die NS-Verstrickungen des begnadeten, aber zwielichtig gebliebenen Richard Rother, auch \u00fcber einen Namensstreit \u00fcber die Rother-Realschule in Kitzingen, beende ich die Kunststunde und laufe irgendwann bei hoch stehender Sonne in Volkach ein. Just als ich einen von gestern verbliebenen \u201cNatural Energy Cereal Bar Strawberry &amp; Cranberry. Vegan\u201d mampfe und \u00fcber den Stadtplatz blicke, erkl\u00e4rt sich die Belegung der Hotels in der Region durch die zahllosen abgestellten Fahrr\u00e4der.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0003.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-828\" src=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0003.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"750\" srcset=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0003.jpg 1000w, http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0003-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/rad-tag-4-0003-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Diese Tour sollte man besser nicht an Wochenenden machen oder sich mit Vorlauf etwas reservieren.<\/p>\n<p>W\u00e4re, w\u00e4re, Fahrradkette. In Kitzingen w\u00e4re ich dann doch noch gerne geblieben. Auf dem Pl\u00e4tzen munteres Treiben, Weinst\u00e4nde schon auf der Fu\u00dfg\u00e4ngern vorbehaltenen Altstadtbr\u00fccke, am Ufer eine \u201cMahnwache gegen Ausweisung\u201d mit Latino-Live-Musik. Noch bietet das Internet die am Morgen schon angezeigte \u00dcbernachtung, aber es ist erst 15:00 Uhr. Jetzt 2 Stunden\u00a0 ins Hotel und schreiben, danach alleine in die Kneipe und um 20 Uhr ins Zimmer, was dann? Auf der anderen Seite: Soll die Fahrt gleich heute schon, eigentlich etwas zu fr\u00fch zu Ende sein? Doch hier bleiben und am folgenden Morgen fr\u00fch die letzten 36 km nach W\u00fcrzburg und erst dann mit dem Zug nach Frankfurt? Ich ringe mit mir, fahre ein paar Kreise auf dem hei\u00dfen Asphalt, langsam eine Stra\u00dfe nach oben und revidiere beim Anblick des Hotels von der gegen\u00fcberliegenden Tankstelle aus meinen gerade gefassten Entschluss hier zu bleiben. N\u00f6, nicht so\u2019n gesichtsloser Stellwandkasten mit kleinen Fenstern und vielen Tagungsr\u00e4umen. N\u00f6, wirklich nicht.<\/p>\n<p>Noch 36 km bis W\u00fcrzburg, kein Problem. Dort kann ich ja auch noch bleiben und die Reise so morgen beenden. In Ochsenfurt oder Marktbreit studiere ich trotzdem den Fahrplan. Die letzten z\u00fcgigen Kilometer gehen an Sommerhausen, Eibelstadt, Randersacker vorbei und die Stadt hinein, Mainufer und Radweg werden zur kilometerlangen Freizeitzone: Liegewiesen, Grillpl\u00e4tze, Kleing\u00e4rten, Festzelte, Rennradfahrer beim Speed-Training, querende Kleinkinder.<\/p>\n<p>In W\u00fcrzburg ist es mir am Ende zu laut und viel zu hei\u00df, der Regio um 18:37 bringt mich nach Frankfurt.<\/p>\n<p>Die Zahlen des Tages<br \/>\n<strong>Was der Tacho spricht<\/strong><\/p>\n<p>Tagesstrecke: 97,3 km<br \/>\nFahrzeit (ohne Pausen): 5:53 Stunden<br \/>\nDurchschnittsgeschwindigkeit: 16,49 km\/h<br \/>\nMaximale Geschwindigkeit: 33,23 km\/h<br \/>\nKalorien: 1.062<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>6. Juli 2019 Am Ende des Tages W\u00fcrzburg, holterdipolter auf den letzten Dr\u00fccker mit einer kalten Flasche Bier in den Regio nach Frankfurt. Gleis 10, Aufzug kaputt, gepacktes Rad die Treppe hoch. Bis hierher zu kommen war am Morgen auch<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/818"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=818"}],"version-history":[{"count":6,"href":"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/818\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":834,"href":"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/818\/revisions\/834"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=818"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=818"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=818"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}