{"id":124,"date":"2015-06-11T05:59:13","date_gmt":"2015-06-11T05:59:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/?p=124"},"modified":"2018-05-25T16:41:25","modified_gmt":"2018-05-25T16:41:25","slug":"tag-4-noerdlingen-nach-augsburg","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/?p=124","title":{"rendered":"Tag 4 &#8211; Von N\u00f6rdlingen nach Augsburg"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_196\" aria-describedby=\"caption-attachment-196\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_2863-e1434446176347.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-196\" src=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_2863-300x225.jpg\" alt=\"Harburg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-196\" class=\"wp-caption-text\">Harburg<\/figcaption><\/figure>\n<p>Sonntag, 14. Juni 2015<br \/>\n<strong><br \/>\nDer Plan<\/strong><\/p>\n<p>Von N\u00f6rdlingen nach Augsburg \u00fcber Donauw\u00f6rth, angesetzt mit etwa 85 km<\/p>\n<p><strong>Wie es war, was geschah<\/strong><\/p>\n<p>Nach Verabschiedung von Frau M. auf in Richtung Donauw\u00f6rth. Nicht ohne vorher gesp\u00fclt zu haben und ohne zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob ich auch sonst nichts verschmutzt habe und Frau Erika unn\u00f6tige M\u00fche verursache. Auch der Sessel im Wohnzimmer wird aus der Fernsehposition wieder im rechten Winkel zum Tisch ger\u00fcckt, jawoll. In der K\u00fcche hatten fr\u00fchere G\u00e4ste ein paar Beutel Minze- und Hagebuttentee zur\u00fcckgelassen, den ich mir stark gezuckert als Fr\u00fchst\u00fcck g\u00f6nne. In einer Ferienwohnung gibt es schlie\u00dflich kein Fr\u00fchst\u00fccksb\u00fcffet.<\/p>\n<figure id=\"attachment_199\" aria-describedby=\"caption-attachment-199\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_2866-e1434446720947.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-199\" src=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_2866-e1434446720947-225x300.jpg\" alt=\"W\u00f6rnitzstein\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_2866-e1434446720947-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_2866-e1434446720947.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-199\" class=\"wp-caption-text\">W\u00f6rnitzstein<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Radweg ist breit und begleitet die gem\u00e4chlich sich dahin ziehende Bundesstra\u00dfe 25 immer sch\u00f6n m\u00e4\u00dfig schr\u00e4g \u00fcber ohnehin nicht sehr hohe R\u00fccken. Bei Harburg geht es \u00fcber die einzige nennenswerte, aber harmlose H\u00f6he f\u00fcr heute &#8211; ich durchfahre dabei einen wegen Bauarbeiten gesperrten Tunnel, sonntags wird nicht gearbeitet -, dann entlang der W\u00f6rnitz \u00fcber W\u00f6rnitzstein nach Donauw\u00f6rth. Es ist am Vormittag schon unangenehm schw\u00fcl und dr\u00fcckend.<\/p>\n<figure id=\"attachment_201\" aria-describedby=\"caption-attachment-201\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_2870-e1434446872135.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-201\" src=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_2870-300x225.jpg\" alt=\"Donauw\u00f6rth\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-201\" class=\"wp-caption-text\">Donauw\u00f6rth<\/figcaption><\/figure>\n<p>In Donauw\u00f6rth gegen Mittag, Kirchenglocken. Auf der zentralen Ortsstra\u00dfe eine Ausstellung der \u00f6rtlichen Autoh\u00e4user, viel ferrari-roter und oranger Lack, blanke Felgen, riesige LKW-Reifen h\u00e4ngen von einem mobilen Kran, Informationsst\u00e4nde, Luftballons. Die Luft steht, der Asphalt und die Pflastersteine sind hei\u00df und unwirtlich, etwas abseits nehme ich eine gro\u00dfe Apfelschorle, mache keine lange Pause.<\/p>\n<p>Nach \u00dcberquerung der hier noch sehr \u00fcbersichtlichen Donau vollzieht sich der Einstieg in den Radweg &#8222;Via Claudia Augusta&#8220; in endlosem rechtwinkeligen Zickzack entlang von Ackergrenzen in der weiten Ebene des Lechtals. Es geht nicht voran. Aber irgendwann geht es dann doch auf eine geradeaus f\u00fchrende Landstra\u00dfe, mal mit, mal ohne Radweg an der Seite und pl\u00f6tzlich \u2013 etwa anderthalb Stunden nach Donauw\u00f6rth \u2013 f\u00fchrt ein Feldweg \u00fcberraschend in einen Auwald und direkt an den Lech.<\/p>\n<figure id=\"attachment_209\" aria-describedby=\"caption-attachment-209\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_2880-e1434449411443.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-209 size-medium\" src=\"http:\/\/www.wolfgang-barina.de\/drau\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/IMG_2880-300x225.jpg\" alt=\"Lech n\u00f6rdlich Augsburg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-209\" class=\"wp-caption-text\">Lech n\u00f6rdlich Augsburg<\/figcaption><\/figure>\n<p>Auf einer langen erm\u00fcdenden Strecke \u00fcber einen landschaftlich wunderbaren, aber leider stellenweise h\u00fcbsch rutschigen Schotterweg zwischen Lech und Lechkanal traumhafte Aussichten durch den Uferbewuchs auf den Fluss. Immer wieder t\u00fcrkisch und flaschengr\u00fcn vexierendes Wasser, wei\u00dfe Kiesb\u00e4nke, Sonnenschirme, Menschen auf Matten, Kajakfahrer. Ein Braunkehlchen unterhalb meiner Rastbank, eine Smaragdeidechse kreuzt die Fahrbahn. Unbedeutend ein Ausrutscher auf Kies mit Absprung. Das Rad liegt, ich stehe, nichts passiert. Idyll pur. Das geht so fast zwei Stunden.<\/p>\n<p>15 Kilometer vor Augsburg zur\u00fcck in der Zivilisation. An einer Tankstelle Jause mal anders: 2 Snickers, 1 Dose Cola eisgek\u00fchlt. Die letzten Kilometer nach Augsburg im Trettran, \u00fcber Vorortradwege, einfach nur noch ankommen. Es wird immer schw\u00fcler. Da ich \u2013 schon in der Stadt \u2013 mein Ziel nicht gleich finde, aktiviere ich das Navi der Hotelbuchungs-app auf meinem Smartphone und lasse mich einh\u00e4ndig weiterfahrend von einem geduldig sprechenden Fr\u00e4ulein lotsen.<\/p>\n<p>Ankunft 15 Uhr, einchecken in eine Unterkunft, die sich anders als im Internet als die Jugendherberge herausstellt. Aber sehr nett. Und EZ mit Dusche ist EZ mit Dusche. Klamotten runter, Brause.<\/p>\n<p>Schon am Vorabend war mein Ladeger\u00e4t f\u00fcr das Tablet nicht mehr auffindbar. Mutma\u00dflich in Blaufelden. Ich laufe am sp\u00e4ten Sonntagnachmittag stundenlang sehr weite Strecken durch die hei\u00df aufgeladene Stadt, um mir ein Bild zu machen, wo ich morgen nach Ersatz fragen kann und wann die Gesch\u00e4fte aufmachen. Das will ich machen, solange ich das Rad und das Gep\u00e4ck noch in der Unterkunft lassen kann. Nach der vorgesehenen Bahnfahrt nach M\u00fcnchen m\u00fcsste ich dort sonst mit Rad und Gep\u00e4ck von Laden zu Laden laufen. Ich bin aber unsicher, ob ich morgen in Augsburg tats\u00e4chlich f\u00fcndig werde und schreibe, nachdem ich mich v\u00f6llig ersch\u00f6pft zu zwei vorerst alkoholfreien Wei\u00dfbieren niederlasse, vorsichtshalber Texte vom Tage mit der Hand in ein Notizbuch. Das sp\u00e4tere Abendessen nehme ich in Trance ein, von einem richtigen Zischbier nach einem Gl\u00e4schen Frankenwein nehme ich Abstand. Kurz vor der Jugendherberge eine Tanke, gut sortiert und besucht von Einzelflaschenaufk\u00e4ufern, junge Leute, Studenten. Im Bett ein wunderbares Helles, das Fernsehbild verschwimmt.<\/p>\n<p>In der Nacht f\u00e4ngt es an zu regnen&#8230;..<\/p>\n<p><strong>Zahlen<\/strong><\/p>\n<p>Tageskilometer: \u00a087,59 km<br \/>\nGesamtkilometer: 350,37 km<br \/>\nFahrzeit heute: 9 bis 15 Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonntag, 14. 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