Petition: Wie weiter mit den Städtischen Bühnen Frankfurt am Main?

Unterschreiben,  nicht unterschreiben?
In jedem Fall lesen und sich eine Meinung bilden!

Mit gemischten Gefühlen weise ich auf die über folgenden Link*) erreichbare Petition hin, mit der Bitte, sich selbst ein Bild über die vorgetragenen Gedanken und Forderungen zu machen und zu entscheiden, ob man unterschreiben mag oder nicht:

https://www.change.org/p/oberb%C3%BCrgermeister-peter-feldmann-zur-zukunft-der-st%C3%A4dtischen-b%C3%BChnen-in-frankfurt-am-main

Ich selbst war eigentlich in der Frage Neubau versus Sanierung der Gebäude am Willy-Brandt-Platz irgendwann eher gleichgültig geworden. Des Menschen Wille ist sein Himmelreich, dem einen so, dem anderen anders.

Nach Lektüre des Textes habe ich mich dennoch zum Unterschreiben und Kommentieren entschlossen, weil ich merke, dass mir diese ewigen schwammigen, unsteten und ineffizienten Planungs- und Entscheidungsprozesse total auf den Wecker gehen. Und die meist angeführten Kostenabwägungen sind für mich einfach der totale Offenbarungseid. Alle Lösungen werden am Ende gleich teuer, i.e. teurer als geplant. Dazu kommt, dass mir die leichtfertige Art und Weise wie mit kulturellem und baulichem Erbe in dieser Stadt umgegangen wird, wider den Strich geht. Ich empfinde es wie eine Selbstverleugnung und Selbstverstümmelung. Ewig dieses „Frankfurt soll auch sowas wie Sidney haben, eine Oper am Wasser“ etc. und „Eine Sanierung ist zu teuer“. Was soll das denn? Wo ist der Stolz und das Selbstbewusstsein dieser Stadt?
Und dazu eine mit Vollzeitkräften besetzte Stabsstelle die nach etlichen Jahren da ist, wo sie jetzt ist, nämlich immer noch einigermaßen im Nebel. Da kann man schon einmal murren.

*) Die Plattform, über die das abgewickelt wird, ist allerdings unsäglich nervend.
Bevor man die Petition tatsächlich am Ende unterschreiben darf, wird man durch verschiedene Dialoge gegängelt und muss wenigstens 10 andere Petitionen aktiv ablehnen ebenfalls zu unterschreiben, die einem vorgeschlagen werden, sowie auch andere Hürden überwinden (Spenden an die Plattform, eigene neue Petition lancieren ……..). Da steckt schon wieder soviel schlechtes social media-Gebaren drin, dass es einem vergeht und auch die Frage ist, ob die Initiatoren dem Anliegen mit der Wahl einer solchen Plattform einen Gefallen tun. Sei’s drum.